Porsche911 T  1968

Wieder einmal versuchte ich mich an einem 911er Porsche von ARII aus der „Owner’s Club“-Serie. Schon einige Male hatte ich dieses schön gemachte Modell auf dem Basteltisch liegen, zuletzt mehrfach für meine Sammlung „Le Mans 1970“, aber auch schon einmal für meine Targa Florio-Sammlung.

Problem war nur, dass es diesen Bausatz nur noch sehr selten zu erstehen gibt. Schon lange ist er „out of production“. So blieb mir bei der Suche nach einem ungebauten Kit nur das Auktionshaus mit den vier bunten Buchstaben, respektive seinem Ableger, heute „Kleinanzeigen“ genannt. Hier wurde ich tatsächlich fündig, jedoch wollte der gute Mensch 50.- € für den Bausatz! Fast ein Jahr hatte ich mir sein Angebot auf „beobachten“ gelegt und sah zu, wie der Anbieter mit dem Preis (natürlich!) immer weiter runter ging bzw. gehen musste. Bei 35.- € nahm ich Kontakt auf und bekam das Modell auch zu diesem Preis, inkl. Portokosten. Allerdings schlug die gesamte Technik (Chassis, Motor, Achsen, Ritzel, Schleifer, Leitkiel, Felgen/Reifen) nochmal mit fast 50.- € plus Porto plus Zoll zu Buche (f..cking Brexit, aber Pendle in England ist der Einzige, der alle Bauteile auf einmal da hat)!

 

Der Bau erfolgte nahezu analog meiner Beschreibung der ersten Targa Florio-Version, lediglich beim Inlay mit ¾ Fahrerfigur (von MRRC) und den Felgen (ebenso von MRRC wie das erneut untergeschnallte Sebring-Chassis) wich ich ein wenig ab. Auch sah die Auspuffanlage hier etwas anders aus: Die beiden Endrohre stehen näher beieinander und wurden mittels Aderendhülsen dargestellt. Sie sitzen direkt im Endschalldämpfer.

Auch wenn es einige 11er gab, die die Targa bestritten, fand ich diese Lackierung des von Claude Haldi und Pierre Greub auf den achten Gesamtplatz pilotierten Renners sehr schön und „umsetzungswert“. Dabei: Bitte nicht täuschen lassen, dass mein Modell kein Nummernschild unter der vorderen Stoßstange trägt! Es gibt zwar Fotos davon, jedoch stammen diese Bilder zweifelsfrei aus dem Training, welches ja auf den Straßen des Kurses zu Werktagszeiten durchgeführt wurde! Dazu gibt es allerlei kuriose Geschichten. Im Rennen trug zumindest dieser 11er kein vorderes Nummernschild.


Ein wenig tricky ist die Verwendung des Sebring-Chassis beim 11er immer, bietet er doch im Heckbereich sehr wenig Platz für die Befestigung der Schraubzapfen. So überlegte ich (aber auch nur einen kleinen Moment), das Chassis mittles der beiliegenden seitlichen Befestigungspunkte mit der Karosserie zu verheiraten. War aber nur eine Idee, die ich wegen der Spannung der seitlichen Karosserie schnell wieder verwarf.

Vielleicht gibt’s ja noch einen weiteren Targa Florio-11er, sollte ich noch einmal an einen Bausatz zu realistischen Preisen kommen!


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