Auch der kleine Maßstab hat es mir angetan, wahrscheinlich gespeist aus dem Wunsch aus der Kindheit, eine eigene Faller-Bahn zu haben - die jedoch nie kam (dafür eine Märklin-Eisenbahn, ist ja auch kein Schmutz!).
In weiten Strecken beschränkt sich mein Engagement in diesem Maßstab auf Neulackierungen/Verfeinerungen von Aurora/AFX-Autos, die an sich schon sehr schön gestaltet sind. Mir geht es dabei um die möglichst detaillierte Darstellung von Fahrzeugen, die man in dieser neuen Lackierung nicht gerade auf jeder Bahn trifft.
Auf andere Fabrikate der Fahrzeuge oder Abänderungen weise ich jeweils in der Bildunterschrift hin.
Der Bau einer (sicher dann recht großen!) Fallerbahn bei mir zu Hause braucht noch eine Weile, im Keller muß dafür noch ein Raum hergerichtet werden - das gesamte Schienenmaterial und Zubehör ist aber zum Glück schon vorhanden. Die dazu passenden Faller-Gebäude, die ich mir (teilweise wieder mal für teuer Geld!) bei EBAY als ungebaute Bausätze, also neu, ergattert habe, seht ihr in Ansätzen auf einigen Fotos zur Hintergrundgestaltung.
Nach Möglichkeit verwende ich bei den Aurora-Autos das Standart-Fahrwerk mit schwacher Magnetkraft (Magnatraction), da es meines Erachtens eher ein realistisches Fahrverhalten abbildet. G-Plus-Fahrwerke oder magnetgespickte Fahrzeuge wie von Tomy oder Tyco sind nicht mein Ding, sie gleichen eher Boden-Boden-Raketen - beim Abflug findet man sie kaum wieder...! Sie hinterlassen höchstens derbe "Manöverschäden" auf der Anlage! Dennoch: Auch bei diesen Marken gibt es sehr schöne Autos, zweifelsohne! Gelegnetlich rüste ich dann diese Karosserien auf Aurora-Fahrwerke um, "bremse" sie also ein!
Hier im H0-Sektor erwähne
ich
lediglich kurz die Historie der Autos und - passiert nur bei wenigen
Exemplaren
- die notwenigen Verfeinerungsmaßnahmen.
Ferrari 365 GTB 4
Ferrari 365 GTB 4 von Aurora, LeMans
1972, Gruppensieger und
Gesamt-Fünfter
mit Jean Ballot Lena und Jean-Claude Andruet. Decals von Bruce Pattos,
Australien.
Hier noch einmal das gleiche Fahrzeug
mit einer sehr schönen
"Rück-Sicht"!
Die Detaillarbeit, besonders im Bereich des Heckspiegels, kommt aus
diesem
Bild besonders gut zur Geltung, finde ich. Hier lohnte sich die
Mühe
wirklich!
Ferrari 512 M
Ferrari 512 M, ein Aurora-Auto. Hier gezeigt ist das Auto von Henry Pescarolo und Mike Parkes, das wegen Motorschadens in LeMans 1971 ausfiel. Die Decals stammen aus der Ersatzteilkiste bzw. von UMI. Bruce Pattos hatte zu dieser Version leider keinen Bogen entworfen, so dass ich mit viel Mühe kleine und kleinste Abziehbilder aus meinem großen Fundus heraussuchen musste. Aber das Ergebnis entschädigt doch für vieles, oder?
Das gleiche Auto noch einmal, das
gleiche
Rennen, hier der 512 M in
den
Penske-Sunoco-Farben mit Mark Donohue und David Hobbs am Steuer
(Motorschaden
bereits in der 6. Stunde) Die.
Decals
stammen hier wieder vom genialen Australier Pattos, der auf seinem
Drucker
Wasserschiebebilder für irre viele Autos in vielen
Maßstäben
herstellt. Einfach schön anzuschauen!
Zusätzlich
habe ich die Felgen vorbildgerecht lackiert.
Chaparall 2F
Ein Chaparall 2F (Aurora), der in
seiner ursprünglichen Farbgebung in grünem Kunststoff
gespritzt
wurde. Es gibt ihn in unterschiedlichen Farben, eine von Grund auf
weiße
Variante ist aber bei Sammlern wohl sehr beliebt und deshalb recht
teuer,
zumal wenn das Auto (wie hier bei meinem ursprünglich grünem)
keinerlei Fehler oder Beschädigungen aufweist. So blieb mir
für
die 1967er LeMans-Version (Ausfall in der 10. Stunde von Bruce Jennings
und Bob Johnson) neben dem Abschleifen der Heckspoileraufnahmen, die
ich
für viel zu klobig, regelrecht hässlich und schon gar
nicht
vorbildgerecht fand, nur die Lackierung übrig. An sponsorenreichen
Decals gab diese Variante nun wirklich nicht viel her. Lediglich die
Lüftungsgitter
stellte ich detailliert nach (aus Gitterdecals zugeschnitten) .
Schlicht,
aber dennoch sehr schön!
Ferrari 612 P
Der 612 P (ein nicht sehr
häufig
zu findendes Aurora-Auto) war ebenfalls in einer anderen Farbe, in
gelb,
gespritzt. Die Weiterentwicklung des erfolgreichen 512 habe ich
vorbildgerecht
im Trim der CanAm-Meisterschaft des Jahres 1969 gestylt. In diesem
Rennen
von Watkins Glen fuhr das an sich erfolglose Auto mit Chris Amon am
Volant
noch ohne den monströsen "Fallbeil"-Heckspoiler, wie ihr ihn etwa
auf dem Shadow daneben (und unten) sehen könnt. Aber auch die
Montage
eines solchen Spoilers machte dem 612 dann später nicht unbedingt
Beine...
Shadow MK 1
Der hier gezeigte Shadow-Lola
(von
Aurora) von Jackie Oliver könnte sich gerade bei einem
CanAm-Rennen
1972 zwischen einen Chaparall und einen Ferrari 612 geschoben haben...
es muss in Mid-Ohio gewesen sein... Die hochgestellten Spiegel
stammen
vom Ferrari 365 GTB 4, der sie in der o.a. Version nicht montiert hatte
- welch ein Glück für den Shadow, der die Teile
tatsächlich
besaß!
BMW 320 i
Der BMW 320i ist in dieser
Jägermeister-Variante ein sicherlich häufig zu sehendes
Modell
- jedoch wohl kaum in diesem Maßstab! Aurora brachte den Renner
mit
Lichteinsatz heraus. In der abgebildeteten Version des Faltz-Teams lief
der Wagen, den Harald Grohs pilotierte, in der DRM (Deutsche
Rennsport-Meisterschaft)
von 1977. Das Schwesterauto fuhr übrigens ein gewisser Herr Stuck
- ein Auto in einer von ihm gefahrenen Version folgt auf dem Fuß!
BMW M-1
Hier haben wir Hans Joachim
"Strietzel"
Stuck's M-1 vor uns, mit dem er 1980 in LeMans beim 24 Stunden-Rennen
15.
in der Gesamtwertung wurde. Mir gefiel das Auto dermaßen gut,
dass
ich ihn sowohl in 1:32 als auch in H0 gebaut habe (vgl. dazu die 1:32er
Seite meiner Homepage!). Die Umbauarbeiten hierfür
beschränkten
sich (wie beim 1:32er Modell) auf die Ergänzung des
vorbildgerechten
Heckspoilers. Hier wurde es nur ein wenig schwieriger als im
großen
Maßstab, konnte ich doch für die Seitenstreben keine
profilierten
Bauteile wegen der geringen Baugröße verwenden. Also blieb
ich
bei fotogeätzten Teilen aus meiner Grabbelkiste. Die
Spoilerfläche
an sich stammt von einem Jaguar XJR-9 von Starter in 1:43 (sie lag dem
Bausatz doppelt bei), die nur noch angepasst werden musste. Die
Decals
kommen wieder mal von Virages und aus meiner "Decal-Grabbelkiste" - wie
gut, dass ich nix wegwerfe!!! Auch überzählige Decals aus dem
Militärbereich (speziell Buchstaben, Nummern, Farbflächen)
sind
hier von unschätzbarem Wert!
Porsche 911 RSR
Leider kein direktes Vorbild
hatte
ich bei diesem Aurora-RSR. Auf einigen Fotos in meinen
Motorsportbüchern
ist im Hintergrund ein 911er in Jägermeister-Lackierung zu sehen,
jedoch sind Details nur schlecht oder gar nicht erkennbar. Da aber
genug
andere Elfer für den Kräuterlikör gefahren sind, lehnte
ich mich einfach an deren Farbgebung ein wenig an. Die Puristen unter
euch
mögen es mir verzeihen!
Dieser 911er ist das einzige
umgebaute/umlackierte
Auto in meiner Sammlung, dass noch über das originale
G-Plus-Chassis
verfügt. Ist mir eigentlich nicht so lieb, weil zu schnell, und
wenn
dieser umlackierte Renner mal über den Küchentisch saust und
abfliegt, dann gibt's bestimmt Tränen...
Porsche 917 K
Hier seht ihr das berühmte Auto aus dem "Le Mans"-Film mit Steve McQueen - euch allen sicherlich ein Begriff, oder? Das Aurora-Auto verfügt über Licht und wurde lediglich umlackiert und mit Decals von Virages und UMI gemäß dem Vorbild des Rennens von 1970 verfeinert. Dementsprechend setzte ich eine zusätzliche Spoilerplatte zwischen die Heckflossen (wieder mal das Teil eines Hubschrauber-Rotorblattes aus meiner "Wundertüte"...).
Gleiches gilt für das Auto mit der Nummer 22 (Aurora), das Schwester-Auto aus dem Wyer-Gulf-Team des selben Rennens. Auf dem Foto rechts bohrt sich der oben beschriebene Ferrari 512 dazwischen, der eigentlich nicht ins Rennen passt, denn es ist die 1971er Version. Die M-Variante hatte ja den markanten Lufteinlauf auf dem Rücken, den die 512 S von 1970 alle noch nicht aufwiesen. Aber hier sieht man ja nur die Nase, und die war bei beiden Varianten, S und M, gleich - und damit passt's dann wieder!
Als besonderer Clou in meiner
Sammlung dürfte sicherlich dieses
Aurora-Auto gelten. Mit dem Abziehbildersatz von Bruce Pattos
gestaltete
ich den Siegerwagen von Attwood/Herrmann aus der Regenschlacht von
LeMans
im Jahre des Herrn 1970. Als eine Besonderheit erachte ich das Modell
deswegen,
weil die Decals ziemlich schwierig aufzubringen waren und recht
filigran
und sehr, sehr dünn sind. Zusätzlich machte ich mir die
Arbeit,
die Scheinwerfer ein wenig realistischer zu bauen (bin wohl von meinen
Fly-Modellen in 1:32 etwas verwöhnt!). Dazu entfernte ich den
werksseitigen
Lichteinsatz und schliff mir aus transparenten Plastikplättchen
die
Gläser neu. Diese wurden dann mit Klarlack in die Aussparungen
"geklebt".
Aus schwarzem Fotokarton (er ist einiges dünner und leichter
formbar
als der Plakatkarton) hinterlegte ich die Rückseiten, auf die
abgeänderte
Scheinwerfer aus dem Rocco-Militär-Sortiment aufgesetzt wurden. So
bekommt das Auto erst ein richtiges Gesicht und bleibt nicht platt und
flach! Das hier nun nix mehr leuchtet und funzelt nehme ich dabei gerne
in Kauf!