Convair F-106A Delta Dart

Der alte Revell-Kit aus den frühen 90er Jahren (hier Erstauflage 1989, davor bereits bei LS, Otaki und ARII erschienen, anschließend bei ACE aufgetaucht) lag nach seinem Rohbau bis vor Kurzem in seiner Schachtel. Wie verwerflich, das hatte er echt nicht verdient! Damals hatte ich mir so ziemlich alles angesaugt, was im Bonsai-Maßstab 1:144 erhältlich war. Als ich aber feststellte, dass ich die Fülle der Bausätze und „Projekte“ niemals in diesem Leben werde fertigstellen können, habe ich meinen Schwerpunkt auf die US Navy nach WW II gesetzt und den Rest wieder verkauft – bis auf die Delta Dart. Hierzu hatte ich mir bereits einen Decalsatz von Starfighter aus den USA kommen lassen., denn die Decals aus dem Bausatz waren bereits arg vergilbt und kaum noch brauchbar. Und letztendlich war irgendwo in meinem Hinterkopf noch der Plan, die „Century-Serie“ in 1:144 zu bauen…

 

Kürzlich kramte ich den angefangenen, bereits verspachtelten Kit wieder hervor und führte ihn zu einem (halbwegs passablen) Ende. Recht gut in den Details ausgestattet (wenn man die Zeitschiene bedenkt) wollte ich jedoch nicht den zu öffnenden Waffenschacht mit den AIM-4A/G Falcon AAMs darstellen, weil ich dieses Feature für meine schon auf Kiel gelegte F-102 A Delta Dagger von Triple Nuts plane. Da beide Flieger sehr ähnlich sind, reicht mir eine mit geöffnetem Schacht, zumal jener der Dagger besser detailliert ist. Aber Revell hatte seinerzeit mit der „Dart“ schon einen schönen Kit für die 144er Freunde aufgelegt, das muss anerkennend gesagt werden!

 


Für den Bau der F-102 besorgte ich mir zwischenzeitlich noch ein Staurohr von Master und den passenden Farbton von Vallejo, FS 16473 (70.907), den ich etwas aufhellte.

 

Von den Markierungen aus dem Starfighter-Bogen gefiel mir die Maschine der 318 FIS „Green Dragons“ von der McCord AB aus den 70er Jahren mit den fast komplett lackierten Tanks am besten. Den „Lebenslauf“ dieses Jets könnt ihr im Übrigen hier  (https://www.f-106deltadart.com/db/acft/acft_view.php?editid1=23)  auf der Seite der Delta Dart Association nachlesen. Im überaus detaillierten Bericht heißt es schlussendlich am 24.10.1984: „Crashed, pilot Smith survived ejection“.

 


Hier also ein kleines „Monument“.

 

Die einzige Möglichkeit, heute noch an eine 144er Dart zu kommen, ist (wie so häufig) das Online-Kaufhaus mit den vier bunten Buchstaben, oder die Ausgabe des Doppel-Kits von Platz, der auf die Formen von F-Toys zurückgeht – mit all den bekannten Schwächen dieses Herstellers.


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